{"id":116,"date":"2019-10-13T19:09:14","date_gmt":"2019-10-13T17:09:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hermanice-valterice.cz\/?page_id=116"},"modified":"2026-04-24T12:35:42","modified_gmt":"2026-04-24T10:35:42","slug":"waltersdorf","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.hermanice-valterice.cz\/de\/waltersdorf\/","title":{"rendered":"Waltersdorf Post Oberpolitz"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"835\" height=\"334\" src=\"https:\/\/www.hermanice-valterice.cz\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/valter44ice.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-364\" srcset=\"https:\/\/www.hermanice-valterice.cz\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/valter44ice.jpg 835w, https:\/\/www.hermanice-valterice.cz\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/valter44ice-300x120.jpg 300w, https:\/\/www.hermanice-valterice.cz\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/valter44ice-768x307.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 835px) 100vw, 835px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Gemeinde Waltersdorf wurde schon w\u00e4hrend\nder &nbsp;Besiedlungin der Zeit von 1226 bis 1276 unter der\nRegierung Ottokars II. P\u0159emysl gegr\u00fcndet. Zu den ersten Besitzern geh\u00f6rten die F\u00fcrsten\nvon Wartemberg aus Dauba. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Name Waltersdorf stammt offensichtlich vom\ndamaligen beliebten Vornamen Walter, der hier entweder als Kolonisator oder\nals&nbsp; Richter t\u00e4tig war. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Zweiteilung der Gemeinde im Jahre 1502 an\nzwei Herrscher beeinflusste die Entwicklung der Gemeinde negativ. Das rechte\nFlussufer &#8211;&nbsp; flussabw\u00e4rts &#8211; geh\u00f6rte zum Gutshof\nNeugarten (heute Zahr\u00e1dky u \u010cesk\u00e9 L\u00edpy), das linke Flussufer geh\u00f6rte sp\u00e4ter zum\nGutshof Ober-Politz. Der Bach, der die Grenze bildete, versorgte sowohl die\nM\u00fchle, die Fischteiche und sp\u00e4ter eine Knopffabrik mit Wasser.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese seit Jahrhunderten dauernde Teilung\nf\u00fchrte Waltersdorf in eine schwierige Situation, da die Untertanen durch die\nHerrschaft verschiedener Obrigkeiten zu Konflikten f\u00fchrten und schlie\u00dflich zur Schlacht\nam Wei\u00dfen Berg im Jahre 1620.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend der Bauernkriege 1680 und 1775 standen\ndie Waltersdorfer an der Seite der Aufst\u00e4ndischen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erst &nbsp;nach der im Jahre 1850 erfolgten Einrichtung\nder Bezirks\u00e4mter und die Reformen in den staatlichen Verwaltungen, beendete die\nTeilung der Gemeinde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&nbsp;Im 18.\nJahrhundert z\u00e4hlte das Dorf 50 H\u00e4user. Haupts\u00e4chlich wurden\nlandwirtschaftlichen Produkte, einschlie\u00dflich Hopfen angebaut. Das Haus Nr. 37 beherbergte\nein Gasthaus. Daneben waren verschiedene Handwerker, H\u00e4ndler und Viehz\u00fcchter\nt\u00e4tig.&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die erste Schule bekam Waltersdorf in den\nJahren&nbsp; 1836 \u20131838. Ihr Bau wurde vom\nBankier Joseph Zenker als Stiftsschule f\u00fcr Kinder beider Nationalit\u00e4ten\nveranla\u00dft. Im Jahre 1875 wurde im Ort dann der Neubau eines Schulgeb\u00e4udes\nveranlasst. Dieses war von gro\u00dfz\u00fcgiger Bauart und sehr gut ausgestattet. Die\nSchule verf\u00fcgte \u00fcber eine Bibliothek mit 1400 B\u00e4nden in deutscher und\ntschechischer Sprache, eine Mineraliensammlung mit 767 Exponaten, 43\nMusikinstrumenten f\u00fcr das Orchester, 2 Klaviere und umfangreiche physikalische\nund geografische Sammlungen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00d6stlich der Gemeinde wurde 1812 Braunkohle\nentdeckt, die auch abgebaut wurde. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu den interessanten Ereignissen im Ort z\u00e4hlen\nzwei Tagen im Juni 1866 w\u00e4hrend des Preu\u00dfisch-\u00d6sterreichischen Krieges im Jahre\n1866. Aus Angst vor dem preu\u00dfischen Heer, flohen das&nbsp; &nbsp;K.K.\nBezirksamt, Steueramt und Finanzamt aus B\u00f6hmisch Leipa. Sie fanden\nZuflucht&nbsp; in der weitr\u00e4umigen Schule in Waltersdorf.\nBemerkenswert ist die Tatsache, dass der Bezirksamtsvorsteher und der Kommiss\u00e4r\ndie F\u00fchrung den Beamten \u00fcberlie\u00dfen und sie sich dem lukrativen Gesch\u00e4ft mit\nFr\u00fchkartoffeln widmeten. Waltersdorf wurde provisorisch f\u00fcr zwei Tage (24. und\n25.6.1866) der Sitz der Bezirksverwaltung. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein wichtiger Nachweis f\u00fcr das Wachstum der\nGemeinde Waltersdorf ist aus Unterlagen aus dem Jahr 1880 ersichtlich.&nbsp; Der Ort z\u00e4hlte damals bereits 104 H\u00e4user mit\n610 Bewohnern. Diese passten sich schnell den neuen wirtschaftlichen\nErfordernissen der neuen Zeit an. Aus fr\u00fcheren Ziegenz\u00fcchtern die in den\numliegenden gr\u00f6\u00dferen Orten Ziegenquark und Butter verkauften, widmeten sich\njetzt dem Getreide- und Hopfenanbau. Es dauerte nicht lange, bis sie sich der\nGlasindustrie und dem speziellen Glasschliff zuwandten..<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ihr Hauptt\u00e4tigkeitsfeld blieb aber der\nlandwirtschaftliche Bereich mit der Produktion und dem Verkauf von Heu, Holz,\nHonig und Butter. Auch die Fischzucht z\u00e4hlte zu den wichtigen\nWirtschaftsbereichen dieses kleinen b\u00f6hmischen Dorfes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&nbsp;\u00dcber\nein halbes Jahrhundert gew\u00e4hrte den Einwohnern den Lebensunterhalt auch die Lehner\u00b4sche\nKnopf-Fabrik mit der Produktion von Kn\u00f6pfen &nbsp;(Haus-Nr. 96). <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Jahre 1921 lebten in Waltersdorf &nbsp;466 Einwohner in 104 H\u00e4usern, alle deutscher\nNationalit\u00e4t. W\u00e4hrend der Zeit der 1. Republik geh\u00f6rte die Gemeinde zum Politischen\nBezirk B\u00f6hmisch Leipa.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In zahlreichen Vereinen der Gemeinde herrschte\nein reges Leben. Unter anderem, existierte eine Wassergenossenschaft (1929 \u2013\n1935), die Meliorationen im Gel\u00e4nde organisierte und durchf\u00fchrte. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Beendigung des 2. Weltkrieges im Jahre\n1945 mu\u00dfte die deutsche Bev\u00f6lkerung Waltersdorf verlassen. Schon am Ende des\ngleichen Jahres siedelten in der Gemeinde 396 tschechische Bewohner.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bereits am 3. September 1945 begann der\nSchulunterricht in zwei Klassen mit insgesamt 98 Sch\u00fclern. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es war nicht leicht, nach dem Kriegsende das\nneue Leben anzufangen. Ein Teil der neuen Bewohner arbeitete in &nbsp;der Landwirtschaft, die meisten aber mussten\nmit dem Fahrrad oder zu Fu\u00df nach Sandau, in die ehemalige Textilfabrik Textilstroj,\noder nach Oberpolitz, in die ehemalige Fahrradfabrik Achilles. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verkehrsmittel war zu dieser Zeit f\u00fcr viele kleinere Ortschaften das Fahrrad, noch mit Petroleumlampen auf zerst\u00f6rten Landstra\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\"><strong>Kommentar 21.5.2024<\/strong>: Hallo,ich w\u00fcrde gerne etwas \u00fcber meine Familie Von meinen Vater erfahren. Seine Vater sein Name war Rudolf Peschel u er hatte noch einen halb Bruder Walter Peschel. 1945 musste mein Vater Rudolph Peschel das Land verlassen.Mein Opa liegt auf dem Friedhof von Waltersdorf.<br>        <br>             <strong>Antwort 21.5.2024<\/strong>: Hallo Herr Peschel, vielen Dank f\u00fcr Ihren Kommentar. Ich werde Ihnen per E-Mail antworten. Petr Fletcher<br><br><strong>Kommentar 30.6.2024<\/strong>: Es ist sch\u00f6n zu sehen, dass es noch mehrere Nachfahren aus Waltersdorf gibt. Meine Gro\u00dfeltern (Friedrich Knechtel, Hildegard Knechtel) und Urgro\u00dfeltern (Franz und Sophie Menz) stammen auch aus Waltersdorf. Letztendlich endete Ihre Flucht in Calbe an der Saale und Biere. <br><br>@Herr Peschel: Wohin hat es Ihre Vorfahren verschlagen?<br><br>Beste Gr\u00fc\u00dfe<br>             <strong>Antwort 30.6.2024<\/strong>:   Die Vorfahren von Herrn Peschel stammten nicht aus Waltersdor. Petr Fletcher<br><br><strong>Kommentar<\/strong> <strong>24.4.2026<\/strong>: Hallo. Mein Gro\u00dfvater lebte bis zur Vertreibung mit seiner Familie in Waltersdorf. Gerne w\u00fcrde ich mehr \u00fcber die Familie Kriesche wissen.<br><br>              <strong>Antwort 21.5.2024<\/strong>: Hallo, vielen Dank f\u00fcr Ihren Kommentar. Ich werde Ihnen per E-Mail antworten. Petr Fletcher<\/pre>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gemeinde Waltersdorf wurde schon w\u00e4hrend der &nbsp;Besiedlungin der Zeit von 1226 bis 1276 unter der Regierung Ottokars II. P\u0159emysl gegr\u00fcndet. Zu den ersten Besitzern geh\u00f6rten die F\u00fcrsten von Wartemberg aus Dauba. Der Name Waltersdorf stammt offensichtlich vom damaligen beliebten Vornamen Walter, der hier entweder als Kolonisator oder als&nbsp; Richter t\u00e4tig war. 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