{"id":256,"date":"2019-11-10T09:45:09","date_gmt":"2019-11-10T08:45:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hermanice-valterice.cz\/?page_id=256"},"modified":"2020-01-28T19:41:35","modified_gmt":"2020-01-28T18:41:35","slug":"geschichte-der-gemeinde","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.hermanice-valterice.cz\/de\/hermsdorf\/geschichte-der-gemeinde\/","title":{"rendered":"Geschichte der Gemeinde"},"content":{"rendered":"<p><!--StartFragment--><\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"413\" src=\"https:\/\/www.hermanice-valterice.cz\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Petr6-1024x413.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-358\" srcset=\"https:\/\/www.hermanice-valterice.cz\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Petr6-1024x413.jpg 1024w, https:\/\/www.hermanice-valterice.cz\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Petr6-300x121.jpg 300w, https:\/\/www.hermanice-valterice.cz\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Petr6-768x309.jpg 768w, https:\/\/www.hermanice-valterice.cz\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Petr6.jpg 1916w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>He\u0159manice\/Hermsdorf <strong>[1]<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Gemeinde He\u0159manice\/Hermsdorf tr\u00e4gt ihren Namen wahrscheinlich nach einem Lokator<a href=\"#_ftn2\">[2]<\/a> <em>Herrmann.<\/em> Die erste namentliche Erw\u00e4hnung des Ortes erfolgte durch ein Privileg des <em>Papstes Gregor X<\/em>. im Jahre 1273. <br>Im Laufe der Jahre Zeit wechselten die Besitzer. Im Jahre 1612 wird im Urbar<a href=\"#_ftn3\">[3]<\/a> die Gutsherrschaft Reichstadt Hermsdorff mit einem privilegierten Wirtshaus verzeichnet. W\u00e4hrend des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges wird Hermsdorf kaum von den kriegerischen Auseinandersetzungen ber\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>1654 befanden sich in dem Ort acht Bauernh\u00f6fe, zehn Landh\u00e4user und ein G\u00e4rtner. F\u00fcnf Landh\u00e4user standen leer und zehn G\u00e4rtner renovierten ihre Liegenschaften. Die Bauer hielten 48 Melkk\u00fche, 39 K\u00e4lber, drei Schafe und sechs Ziegen. <br><br>1713 werden in Hermsdorf 28 Bauerng\u00fcter, 16 davon mit der Fl\u00e4che von vier bis acht Hektar gez\u00e4hlt und dazu auch 38 Landh\u00e4user, deren Besitzer Gewerbetreibende ohne L\u00e4ndereien waren. Im Ort waren ein Schuster, drei Weber, ein Schneider, ein Schmied und ein Schankwirt t\u00e4tig. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Bauern des Dorfes bewirtschafteten unter anderem auch Hopfenfelder mit einer Fl\u00e4che von 13 Hektar. Ein besonderes Ereignis erlebte die Gemeinde Hermsdorf am 13.10.1778 als <em>Kaiser Josef II.,<\/em> gemeinsam mit den Gener\u00e4len <em>Laudon<\/em> und <em>Laszky <\/em>den Ort besuchte.<\/p>\n\n\n\n<p>Im\nLaufe der Jahre stieg die Zahl der Einwohner kontinuierlich.<\/p>\n\n\n\n<p>So\nwerden im Jahre 1780 schon 106 H\u00e4user gez\u00e4hlt, und bereits 1820 lebten im\nDorf 693 Einwohner in 111 Geb\u00e4uden. W\u00e4hrend dieser Zeit waren hier zwei\nGastst\u00e4tten und eine \u00d6lstampfe<a href=\"#_ftn4\">[4]<\/a>\nt\u00e4tig. Diese Angaben sind fast identisch mit der Information aus &nbsp;einem umfangreichen Ortsverzeichnis<a href=\"#_ftn5\">[5]<\/a>\naus dem Jahre 1849.<\/p>\n\n\n\n<p>Etwa 1884 lebten im Dorf 671 Einwohner in 115 H\u00e4usern. Die Bev\u00f6lkerung widmet sich &nbsp;vor allem dem Ackerbau, dem Obstanbau und der Viehzucht. Einige Einwohner arbeiteten in \u017dandov\/Sandau und in Horn\u00ed Police \/Ober Politz und in den n\u00e4heren Ziegelbrennereien.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahre 1924\nwurden in Hermsdorf\/He\u0159manice &nbsp;115 H\u00e4user\nmit 547 Bewohnern gez\u00e4hlt.<\/p>\n\n\n\n<p>Im\nOrt waren folgende Vereine t\u00e4tig: Freiwillige Feuerwehr (gegr. 1866),\nFeuer-Versicherung, Schulverein und eine Armenstiftung. <\/p>\n\n\n\n<p>Im\nJahre 1881 lie\u00df die Gemeinde f\u00fcr den \u00f6sterreichischen <em>Kaiser Josef II.<\/em> ein Denkmal errichten. Dieses erinnerte an das\n100. Jubil\u00e4um der Aufhebung der Leibeigenschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Im\nJahre 1924 wurde dieses zum Denkmal der Gefallenen im 1. Weltkrieg deklariert.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach\ndem 2. Weltkrieg wurde deutsche Bev\u00f6lkerung im Jahr 1945 und&nbsp; am 27. Oktober 1946 ausgesiedelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die\nAnsiedlung der tschechischen Bev\u00f6lkerung erfolgte bereits\n1945 mit etwa 500 Bewohnern, deren Zahl sich bis 1972 auf 231 verringerte.<\/p>\n\n\n\n<p>In der\nGemeinde gab es weder eine Kirche noch eine Pfarre. Der Ort wurde deshalb in\ndie Gemeinde Grabern ( auch Graber\/Krava\u0159e), Kreis Leitmeritz eingepfarrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das\nkulturelle Leben der Gemeinde war nach dem 2. Weltkrieg eingeschr\u00e4nkt, was sich\nnach Fertigstellung des Kulturhauses (Nr. 26) im Jahre 1959 \u00e4nderte. Im\nrenovierten Saal &nbsp;fanden einmal im Monat\neine Filmvorstellung und zeitweise auch eine Tanzveranstaltung statt. Dar\u00fcber hinaus\ngeh\u00f6rtem zum Programm auch Theatervorstellungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine \u00f6ffentliche\nBibliothek fand ihren Platz im Schulgeb\u00e4ude.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Postamt\nf\u00fcr He\u0159manice befand sich in Krava\u0159e\/Grabern (auch Graber), seit 1957 in\nValte\u0159ice\/Waltersdorf, der Bahnhof f\u00fcr den Ort in Horn\u00ed Police\/Ober Politz.<\/p>\n\n\n\n<p>Die\n1950 gegr\u00fcndete LPG wurde nach einigen Jahren wegen schlechter wirtschaftlicher\nErtr\u00e4ge aufgel\u00f6st. Die dort Besch\u00e4ftigten verzichteten auf ihre Anteile und\nwurden Arbeitnehmer im Staatsgut Z\u00e1kupy \/Reichstadt. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Schule wurde\nzum ersten Mal im Jahre 1760 erw\u00e4hnt und rund 100 Jahre sp\u00e4ter durch ein\nzweiklassiges Schulgeb\u00e4ude ersetzt.. Die Schule wurde von125 Kindern besucht.\nDurch den R\u00fcckgang der Geburtenrate wurde sie 1975 geschlossen. <\/p>\n\n\n\n<p>Nach\nder Verwaltungsreform im 19. Jahrhundert kam He\u0159manice zum Bezirk Litom\u011b\u0159ice bis\nzum Jahre 1945. Zu gleicher Zeit\ngeh\u00f6rte He\u0159manice zum&nbsp; Gerichtsbezirk\n\u00da\u0161t\u011bk\/Auscha. Im Zeitraum von &nbsp;1854 bis\n1868, war \u00da\u0161t\u011bk ein Bezirk mit eigener politischer &nbsp;Verwaltung. <\/p>\n\n\n\n<p>Seit Oktober\n1938 wurde die Gemeinde dem Reichsgau Sudetenland, Landesregierung\nLitom\u011b\u0159ice\/Leitmeritz angegliedert. <\/p>\n\n\n\n<p>Im\nJahre 1949 geh\u00f6rt die Gemeinde He\u0159manice zum Bezirk \u010cesk\u00e1 L\u00edpa. <\/p>\n\n\n\n<p>Ab 1. Januar\n1967 geh\u00f6rt zu He\u0159manice auch die Gemeinde Velk\u00e1 Javorsk\u00e1 \/Gross Jober. <\/p>\n\n\n\n<p>Seit 1. Juli 1980 wurde die Gemeinde He\u0159manice mit \u017dandov vereinigt. <\/p>\n\n\n\n<p>QUELLE:\nSOkA \u010cesk\u00e1 L\u00edpa<br>\n&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Publikation &#8211; M\u011bsto \u017dandov a bl\u00edzk\u00e9\nokol\u00ed&nbsp;<br><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a> Hermsdorf auch Hermannsdorf <br><a href=\"#_ftnref2\">[2]<\/a> Verp\u00e4chter<br><a href=\"#_ftnref3\">[3]<\/a> Besitzrechtsverzeichnis<br><a href=\"#_ftnref4\">[4]<\/a> \u00d6lm\u00fchle<br><a href=\"#_ftnref5\">[5]<\/a> HUHN, E.: Topographisch\u2013statistisch\u2013historisches Comptoir\u2013, Amts\u2013, Post\u2013, Reise\u2013 und Zeitungs\u2013Lexikon von Deutschland, eine vollst\u00e4ndige deutsche Landes\u2013, Volks\u2013 und Staatskunde. 6 Bde. Hildburghausen, Bibliographisches Institut 1848 \u2013 1849. Gr.-8vo. M. zahlr. Stahlstichansichten. Ca. 7000 S. Bd. 3 S. 80.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><br><\/p>\n\n\n<p><!--EndFragment--><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>He\u0159manice\/Hermsdorf [1] Die Gemeinde He\u0159manice\/Hermsdorf tr\u00e4gt ihren Namen wahrscheinlich nach einem Lokator[2] Herrmann. Die erste namentliche Erw\u00e4hnung des Ortes erfolgte durch ein Privileg des Papstes Gregor X. im Jahre 1273. Im Laufe der Jahre Zeit wechselten die Besitzer. Im Jahre 1612 wird im Urbar[3] die Gutsherrschaft Reichstadt Hermsdorff mit einem privilegierten Wirtshaus verzeichnet. 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